Ökologischer Landbau als Instrument des Wasserschutzes

Strategie der KWL ist es, den Schutz des Grundwassers in den Wassereinzugsgebieten der Wasserwerke durch die Gestaltung der Versorgung zum Beispiel durch Einflussnahme auf die Landnutzung zu gewährleisten. Aus Kostengründen, nicht zuletzt aber auch aus Gründen des Prinzips der Vorsorge im Wasserschutz entschied sich deshalb die KWL 1992 nicht zur technischen, nachträglichen Wasserreinigung mittels einer Nitrateliminierungsanlage, sondern für die Umstellung wesentlicher Flächen im Wassereinzugsgebiet mit zuvor konventionell-intensiver Landnutzung auf ökologischen Landbau.

Das Ziel dieser Maßnahme ist die weitgehende Vermeidung landwirtschaftsbedingter Grundwasserbelastung. Hiermit verband sich die Vorstellung, dass der durch Rahmenrichtlinien definierte ökologische Landbau die aus wasserwirtschaftlicher Sicht günstigste Form der landwirtschaftlichen Flächennutzung darstellt.  

Die Durchführung des ökologischen Landbaus im Wasserschutzgebiet Canitz/Thallwitz bestätigt die Erfahrungen in anderen Wasserschutzgebieten, wonach der ökologische Landbau unter Nutzung intensiven Zwischenfruchtanbaus, einer geeigneten Fruchtfolgegestaltung und relativ geringen Wirtschaftsdüngereinsatzes zu einer Reduzierung der potentiellen Nitratauswaschungsgefahr beiträgt.